Donnerstag 2. Juli 2020

Lassen Sie sich inspirieren

 


Wirtschafts- und Sozialpolitik
ein faires Europa?



unsere Wurzeln:
Christliches Sozialdenken
  • Prof. Johan Verstraeten

     

    Gerechtigkeit in der Katholischen Soziallehre


    Die Katholische Soziallehre steht nicht nur für Nächstenliebe und Solidarität, sondern auch für Gerechtigkeit. Hierbei sind drei Aspekte zu unterscheiden: allgemeine Gerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit und Tauschgerechtigkeit.

     

    Zu allererst besteht die Pflicht jeden Bürgers darin, zum Wohl aller beizutragen. Schon im mittelalterlichen Europa war es Thomas von Aquin, der dies mit den Begriffen der allgemeinen oder Regelgerechtigkeit ausdrückte. Hierbei bekräftigte er die grundlegenden Überlegungen von Aristoteles, dass die Gerechtigkeit die perfekteste aller Tugenden sei, da sie die menschlichen Handlungen auf den Anderen und auf das Gemeinwohl ausrichtet. Erst vor kurzem haben die US-Bischöfe dies im Begriff der „Beteiligungsgerechtigkeit“ zum Ausdruck gebracht, hinsichtlich der Pflicht jeden Bürgers, „aktiv und produktiv am gesellschaftlichen Leben mitzuwirken.“

     

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    "Darum müssen die Anteile der verschiedenen Menschen und gesellschaftlichen Klassen an der mit dem Fortschritt des Gesellschaftsprozesses der Wirtschaft ständig wachsenden Güterfülle so bemessen werden, daß dieser (...) allgemeine Nutzen gewahrt bleibt (...)". Papst Pius XI. (Quadragesimo anno, 57-58)

     

     

    "Solange die Probleme der Armen nicht von der Wurzel her gelöst werden, indem man auf die absolute Autonomie der Märkte und der Finanzspekulation verzichtet (...), werden sich die Probleme der Welt nicht lösen. Papst Franziskus (Evangelii Gaudium, 202)

     


    Den Nächsten lieben heißt, nicht die eigenen Interessen suchen, sondern die Lasten der Schwächeren und Ärmeren tragen.

     

     

  • Peter Henrich o.p.

     

    Eine sozial geordnete Marktwirtschaft


    Die katholische Soziallehre spricht sich für eine freie und sozial geordnete Marktwirtschaft aus. Abgeleitet aus Angebot und Nachfrage bildet sich auf dem Markt ein Marktpreis für die produzierten Güter und Dienstleistungen. „Wenn ein Unternehmen mit Gewinn produziert, bedeutet das, dass die Produktionsfaktoren sachgemäß eingesetzt und die menschlichen Bedürfnisse gebührend erfüllt wurden.“ (CA 35)

     

    Bei der marktwirtschaftlichen Ordnung handelt es sich um ein dezentrales Entscheidungssystem, weder staatliche noch gesellschaftliche Instanzen bestimmen, welche Produkte und Dienstleistungen gehandelt werden. Es gibt keine zentral gesteuerten Produktionsziele. „Der Markt ist, wenn gegenseitiges und allgemeines Vertrauen herrscht, die wirtschaftliche Institution, die die Begegnung zwischen den Menschen ermöglicht, welche als Wirtschaftstreibende ihre Beziehungen durch einen Vertrag regeln und die gegeneinander aufrechenbaren Güter und Dienstleistungen austauschen, um ihre Bedürfnisse und Wünsche zu befriedigen. Der Markt unterliegt den Prinzipien der sogenannten ausgleichenden Gerechtigkeit, die die Beziehungen des Gebens und Empfangens zwischen gleichwertigen Subjekten regelt.“ (CiV 35)

     

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    "Darum müssen die Anteile der verschiedenen Menschen und gesellschaftlichen Klassen an der mit dem Fortschritt des Gesellschaftsprozesses der Wirtschaft ständig wachsenden Güterfülle so bemessen werden, daß dieser (...) allgemeine Nutzen gewahrt bleibt (...)". Papst Pius XI. (Quadragesimo anno, 57-58)

     

     

    "Solange die Probleme der Armen nicht von der Wurzel her gelöst werden, indem man auf die absolute Autonomie der Märkte und der Finanzspekulation verzichtet (...), werden sich die Probleme der Welt nicht lösen. Papst Franziskus (Evangelii Gaudium, 202)

     


    Den Nächsten lieben heißt, nicht die eigenen Interessen suchen, sondern die Lasten der Schwächeren und Ärmeren tragen.

     

  • Ignace Berten o.p.

     

    Solidarität in Europa?


    Die Europäische Union ist darin gescheitert, eine soziale Gemeinschaft zu bilden, die sich durch ein Band der Solidarität auszeichnet. Sie hat sich selbst für eine Globalisierung geöffnet, die von blindem Finanzkapitalismus beherrscht wird. Dieser hat einen Kapitalismus hervorgebracht, der den Regeln der Produktivität folgt. Durch eine politische Entscheidung wurde Europa zum Nachteil seiner Bürger in die Hände des Marktes übergeben, was zu ihrem größten Schwachpunkt wurde.

     

    “Ihr aber verachtet den Armen”, schreibt der heilige Jakobus (2,6). Papst Franziskus äußert sich sehr klar über die Dringlichkeit politischer Reformen: “Die Notwendigkeit, die strukturellen Ursachen der Armut zu beheben, kann nicht warten, nicht nur wegen eines pragmatischen Erfordernisses, Ergebnisse zu erzielen und die Gesellschaft zu ordnen, sondern um sie von einer Krankheit zu heilen, die sie anfällig und unwürdig werden lässt und sie nur in neue Krisen führen kann. (…) Solange die Probleme der Armen nicht von der Wurzel her gelöst werden, indem man auf die absolute Autonomie der Märkte und der Finanzspekulation verzichtet und die strukturellen Ursachen der Ungleichverteilung der Einkünfte in Angriff nimmt, werden sich die Probleme der Welt nicht lösen und kann letztlich überhaupt kein Problem gelöst werden.

     

     

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    "Darum müssen die Anteile der verschiedenen Menschen und gesellschaftlichen Klassen an der mit dem Fortschritt des Gesellschaftsprozesses der Wirtschaft ständig wachsenden Güterfülle so bemessen werden, daß dieser (...) allgemeine Nutzen gewahrt bleibt (...)". Papst Pius XI. (Quadragesimo anno, 57-58)

     

     

    "Solange die Probleme der Armen nicht von der Wurzel her gelöst werden, indem man auf die absolute Autonomie der Märkte und der Finanzspekulation verzichtet (...), werden sich die Probleme der Welt nicht lösen. Papst Franziskus (Evangelii Gaudium, 202)

     


    Den Nächsten lieben heißt, nicht die eigenen Interessen suchen, sondern die Lasten der Schwächeren und Ärmeren tragen.

     

     

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